Gestern war ein verwirrender, ereignisreicher und trauriger Tag. Ich stand mit einem an sich guten Gefühl auf. Der Tag davor hatten wir eine Disco gemacht(ohne DJ, weil es ihm schlecht ging) nur mit winamp und ein paar Licht effekten. Es war nicht super aber es hat funktioniert, die Leute haben getanzt und hatten ne gute Zeit. Nachdem ich aufgestanden war, sah ich Danilo, den DJ, der in unserem Appartement wohnt und nur italienisch spricht und fragte ihn ob es ihm besser geht. Er sagte Cosi Cosi(geht so) und erzählte mir das er nach Hause gehen würde und wahrscheinlich nicht zurückkommen würde.
Ich musste erstmal schlucken, da kommt jetzt endlich jemand und nun will er nach zwei Tagen wieder gehen. Aber gut dachte ich, er spricht kein Deutsch, kein Englisch und so die super Ausstrahlung hat er auch nicht. Also, schade aber wir schaffen das irgendwie auch ohne ihn. Er verließ mich dann, weil er noch Frühstücken wollte und ich das Frühstück hier noch nie gesehen hab(eine halbe Stunde mehr schlaf ist mir wichtiger). Daraufhin schaute ich auf die uhr und bemerkte, dass ich noch 15 Minuten zeit hatte. Die nutzte ich sofort zum Sonnenbaden, denn endlich ist hier schönes Wetter. Ich mich also mit dem Stuhl auf meine Terrasse gesetzt und vor mich hingeträumt. So kann ein Tag beginnen dachte ich mir. Weiter ging es mit der Mountainbiketour. Man wird es kaum glauben aber hier macht mir Fahrradfahren spaß. Es war wunderschön, die Strecke war anstrengend, sehr steil aber die Mountainbikes sind sehr gut und die Aussicht oben sowie die rasante Abfahrt entschädigten für das heraufquälen.
Alles in allem ein gelungener Vormittag.
Danach haben wir ein bisschen unseren Mountainbikeverleih organisiert, Mario hat sich Punkte für sein erstes Meeting mit Franco und dem Direktor aufgeschrieben und wir haben uns um die Ankömmlinge gekümmert. Samstag und Sonntag sind hier die Tage wo die meisten ankommen und die bringen wir dann auf die Zimmer und weisen sie ein bisschen ein. Ein bisschen verwirrt war ich, als ich beim Essen Danilo über den weg gelaufen bin und er mir strahlend erzählte, er würde doch bleiben. Nach dem Essen hatten wir ein bisschen Zeit und um 3 kamen dann die nächsten neuankömmlinge und Mario hatte sein Meeting. Alles verlief wie immer die Gäste waren zufrieden mit der Anlage und ich genoss das schöne Wetter. Dann plötzlich komme ich in den Info-Point und sehe wie Mario seine Sachen packt und sagt er geht, er nimmt morgen den Flug nach Berlin und hier funktioniert das alles nicht. Puff, weg war er.
Wir total verdutzt, ähhh weiterarbeiten... Fußball... Spaß toll super uns gefällt das Hotel wir haben spaß... 6 Uhr, meeting: Franco erzählt uns das Mario nicht mehr mit uns zusammenarbeitet er bis Donnerstag hier bleiben wird und dann ein neuer CopaAnimatore(Chefanimateur)aus Brasilien kommen wird der 5 Sprachen spricht. Gefühl, ganz ganz schlecht. Unser Teamleiter, der sich für uns eingesetzt hat, der die mit Abstand meiste Erfahrung in sachen Animation hat ist weg. Francesca, die mit der er Probleme hatte und auch Maria die Chefin vom Garden Resort noch da. DJ bleibt auch. Matze und ich überlegen, dass wir vielleicht ein neues Vokabelheft brauchen um griechisch zu lernen(Mario ist Zypriote). Aber Griechisch bringt einem doch nix später, ja Italienisch ist doch aber das gleiche, die haben nicht mal Kolonien erwidert Matthias. Gefühl immer noch schlecht nach dem essen und während der Verabschiedungsshow wird es nicht besser. Es ist zeit für die Gäste resumee zu ziehen wie es ihnen gefallen hat. Das Urteil: Vernichtend. Ich kann schon gar nicht mehr zählen wieviele beschwerden ich mir anhören musste. Das Problem ist leider, dass sie ihn vielen Punkten recht haben. Bei schlechtem Wetter kann man hier einfach nichts machen. Nach ein paar weiteren Hass-Reden von Gästen mit dem höflichen beisatz: "Dass geht ja nicht gegen Sie, sie tun ihr möglichstes aber sie können das ja weitergeben." Matze und ich konstatieren, wir können mit negativer Kritik noch nicht umgehen ein weiterer Punkt auf unserer "to-learn-liste". Wir beide haben (noch?) ein Problem damit hart zu arbeiten und dann negatives Feedback zu bekommen, weil die Vorraussetzungen für uns nicht stimmen. Ein krasser Kontrast zum Garden Resort, wo wir Animateure von den Gästen mit Lob überhäuft wurden. Nach 2-3 Mario-Abschieds-Sambucca fallen wir ins Bett und hoffen trotz schlechten gefühls das es irgendwie besser wird.
Jetzt sitze ich grade im info-Point, der Direktor hat uns gerade unsere letzten Stühle weggenommen und wir holen die gammeligen und Schimmeligen Stühle aus dem BAckstage bereich. Unsere gerade frisch gewaschenen Kostüme müssen wir auch in der schimmeligen-Backstage-Costumeria verfrachten. Alles in allem: Ich bin entnervt.
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Hallo mein lieber,
AntwortenLöschendas ist ja schade das euer Leben so eine drastische Wendung genommen hat. Am Samstag als wir telefonierten hast du zwar Abstriche im Gegensatz zum Garden-Ressort gemacht warst aber eigentlich noch super positiv. Du kannst jetzt nur hoffen das der Brasilianer sein Job versteht und sich für die äußeren Umstände und Euch einsetzt. Wir drücken dir dafür kannst doll die Daumen. Versuch irgendwie das beste draus zu machen. Vielleicht beschweren sich die Gäste auch mal beim Direktor, damit der auch mal sieht was los ist. Also Kopf hoch und wenn es gar nicht anders geht pack deine Sachen, komm nach Hause und buch die Nummer als Erfahrung ab.
Denk immer daran wir haben dich lieb grüß mir den Matze und melde dich bald per tele oder im Blog damit wir wissen ob es dir besser geht.
Liebe Grüße fühl dich gedrückt
Ma
Alter was ist denn mit den los woll die mal ein paar aufs maul?? ist ja ekelhaft....ihr armen ihr tut mir leid
AntwortenLöschenDavid