Sonntag, 12. Juli 2009

Zukunft

Erleichterung macht sich breit, die Gegenwart rennt, die Zukunft kommt naeher und das naechste Ziel wird sichtbarer, realistischer, greifbarer.

Erst einmal moechte ich mich fuer meine lange abwesenheit entschuldigen, aber irgendwie ist man hier immer so unter strom, dass man einfach nicht die ruhe,zeit und geduld aufbringen kann um eine stunde zu schreiben.Heute ist Sonntag, ich fange erst an um 1 zu arbeiten und von daher habe ich heute die moeglichkeit euch zu schreiben.

Ich bin jetzt schon wieder seit einer Woche hier. Die zeit rennt foermlich,ich kann mich noch erinnern als waere es gestern wie ich in Berlin eine traumhafte Zeit mit meinen Freunden verbrachte.Im Restaurant mit meinen Eltern und Grosseltern, auf dem Tegler See mit David, am Strand mit Angi, in meinem Garten mit Mauki,Jasmin und Natschi oder im Maxxim mit Vinne, Sven, Gregor und Nico. Es war ein schoenes Gefuehl, aber trotzalledem ein komisches unwirkliches gefuehl. Es ist ein bisschen konfus wenn das wahre Leben unwirklich wirkt und das Leben als Animateur so real. Das Gefuehl zeit zu haben, nicht zu wissen was man den Abend machen wird war ungewohnt und gefiel mir nicht. Es war ok da ich wusste es geht wieder zurueck zum stress, zurueck zum Schauspiel zurueck zum Casino. Dahin zurueck wo du jeden tag leute um dich herum hast, wo dich jeder im Hotel kennt, wo du mit jedem ob alt oder jung ob Bayer oder Belgier nen Kaffee trinkst oder Fussball spielst.

Und dann ging es auch zurueck. Um 3 Uhr mich von vinne sven und co. im Maxxim verabschiedet. In der Ubahn schon wieder die Queen Musik angemacht und Playback gelernt. Kurz vor 4 uhr nachts zu hause geduscht sachen geschnappt und dann standen wir um halb 5 morgens wieder am flughafen. Ganz nach dem Motto schlafen wird ueberbewertet wurde diese Zeit komplett ausgenutzt.

In Kalabrien angekommen kamen erst einmal Gluecksgefuehle, die Leute freuen sich das man wieder zurueck ist, man wird umarmt, sieht ein strahlen im Gesicht des Gegenuebers ein tolles gefuehl.
Dann kam die ernuechterung, ein leeres Zimmer, keine T/shirts von Matthias, das Appartement ist schmutziger als sonst, es faellt auf jemand fehlt. Danach gings zur Informationsaufnahme, was ist passiert was fuer Probleme sind aufgetaucht wie geht es jetzt weiter. Wieder einmal kam es mir vor als waere hier in einer Woche mehr passiert als in Berlin in 3 Monaten.

es gab wieder einmal probleme im team, da unsere lieblingsitalienerin wieder da ist. Alle hatten eine schlechte laune und die ersten tage waren echt schwierig... Dafuer lief unser Programm wir hatten ne echt gute Woche von den Gaesten. Junge Leute, aktive Leute, Gaeste die einfach spass haben und auch mitmachen. Dadurch lief Dienstag unser Serata die Giocci - Spieleabend- gut, wir hatten Mittwoch spass beim Kabarett und die Queen Vorstellung, mit mir als Galileo, war auch lustig. Ich habe fast jeden tag fussball und Wasserball gespielt und hatte auch super gaeste dafuer. Deshalb sind wir DOnnerstag auf die idee gekommen, Freitag ein Fussballtunier zu veranstalten. Kati sagt ja Franco sagt ja und Samos und mein Baby war geboren.
Nach vielen Querelen mit der Rezeption und den italienischen Technikern haben wir es dann auch geschafft das Flutlicht anzumachen und auch ne steckdose fuer musik gefunden.

Es war im Endeffekt ein perfekter abend, anfangs selbstverstaendlich etwas stressig nachher aber total lustig, 20 Spieler in 5er Teams, viele Zuschauer, eine gute Stimmung und gute Spiele. Die Laola wellen gingen um unsere Cheerleader und Samo der Schiedsrichter machten stimmung: ein Traum.
Dieser Tag wurde nur noch davon getoppt, das ich am naechsten tag frei hatte. Samo und ich hatten also doppelten Grund zum feiern.

Samstag(Gestern)habe ich also mit Samo zusammen meinen Freien Tag gehabt. Ziel war moeglichst weit weg von Squillace Lido zu kommen. Also ging es erstmal zum Supermarkt um zu Fruehstuecken. Bewaffnet mit Milch, Wasser Panini(Sandwiches) und einer Milchschnitte setzten wir uns in den Park und fruehstueckten. Danach nahmen wir den Zug in Richtung Sueden mit dem Vorsatz wir steigen einfach dort aus wo es uns am besten gefaellt. Dieser Ort war dann St. Caterina, 45 Minuten von Squillace entfernt. Hier verbrachten wir einen schoenen Tag zusammen mit Latte Machiato, Strand und einer anderen Stadt.

Abends ging es dann wieder zurueck. Und wir bemerkten, das heute abend ein Festival in Squillace Lido ansteht. Im appartement hatte mich dann Samo endlich dazu gedraengt mich um Internet zu kuemmern und ich konnte wieder bei studi facebook und so weiter neuigkeiten aufsaugen. Dabei fiel mir auf:Oh mein Gott nur noch 4 Tage bis die Ergebnisse veroeffentlicht werden. Mein Traumstudiengang fuer den ich extra nach Berlin geflogen bin. Ich schaute also mal vollkommen unverhofft auf die Internetseite der HWR und da Stand es: Studienplatzangebotsliste 2009.

Der Puls wird schneller, der Stephen aufgeregter und dann klickt er auf den Link, die Seite läd, gefuehlt viel zu langsam, Spannung macht sich breit und dann Steht dort:
Studienplatzangebot fuer die HWR Berlin:
Herzlichen Glueckwunsch, Sie sind Angenommen!
Eine liste mit vielen Buchstaben und vielen Nummern, ich suche und suche und dann steht dort:

Pie 13507



Ich bin angenommen! Freude durchstroemt meinen Koerper, Samo gratuliert mir und ich kann es gar nicht fassen. Jetzt weiss ich wie es weitergeht habe keinen grossen stress und kann die Zeit in Italien vollkommen geniessen.

Daraufhin ging es auch mit Samo zu unserem Italiener, wo wir dann wieder speisen konnten wie die Koenige, danach ging es zu dem Festival, das doch tatsaechlich diesen winzigen Ort, in ein Ort voller Leben Freude und Jugend verwandelt. Gute Musik, Gute show, Gute Lichttechnik(Mitlerweile schaut man auch staerker darauf) Alles in allem ein perefekter Abend!

Alte Gedanken

Hallo meine Lieben Freunde und Wegbegleiter!

Ich schäme mich unheimlich aber es ist schon wieder ganz lange Zeit vergangen und ich habe nichts geschrieben. Dabei war schon seit 2 wochen eine Blogeintrag so gut wie fertig, nur die letzte Aktion fehlte, nämlich genau diesen auch Online zu stellen. Jetzt könnt ihr auf jedenfall schonmal meine Gedanken von vor 2 Wochen lesen auf dem Weg nach Berlin. Der nächste Post aktuelle Post ist auch schon vorbereitet und lässt hoffentlich nur ein paar stunden auf sich warten.


Berlin, Berlin, Wir fahren nach Berlin!

Diese Zeilen schreibe ich, während ich im Bus mit Ziel Lamezia Terme sitze. Die Letzte Woche war eine sehr schöne Woche – kein Wunder Francesca und Danilo unsere Problemitaliener waren nicht da – Wir hatten viel Spaß zusammen, haben gut zusammengearbeitet und es hat sich angefühlt wie ein richtiges Team. Die Gäste waren diese Woche zwar nicht so toll, wieder mehr ältere und wenig Personen mit denen man sich gerne unterhält, aber es war trotzdem in Ordnung. Die Gäste sind zufrieden mit dem Hotel, auch wenn das Wetter nicht ganz so mitspielt. Unsere Shows werden immer besser, Unser Team ist mitlerweile mit 12 Personen groß genug. Falls übernächste Woche wirklich nur 200 Personen kommen fast zu groß. Und nun fehlt uns nur noch bessere Resquisiten, adequate Ausrüstung und das Amphiteater für richtig gute Shows. Anfangs war ich total begeistert von Queen und Grease lief so lala, mittlerweile hat sich das geändert. Wir haben jetzt beides auf Video. Gut Ich habe unsere schlechteste Queen Show und unsere beste Grease Show auf video das könnte ein Grund sein, aber die Disco wirkt – zumindest auf Video – einfach nicht. Der Applaus ist aufgrund des kleineren Raumes deutlich Lauter und die Stimmung daher super aber von den Visuellen Effekten müssen wir einfach ins Amphiteater.

Danilo war krank, Danilo ist unser DJ, Suboptimal wenn man am Abend die Queen Aufführung machen muss. Für die letzte show ohne Danilo kam Sergio ins Sunbeach und die Show war Super aber nun: Franco lässt uns im Stich, sagt er hat keinen den er schicken kann warum kann Pepe(unser Live Musiker) es nicht machen. Pepe der nicht singen kann, Klavierspielen imitiert und den Horizont einer Chipstüte besitzt wäre der Letzte der mir dafür einfallen würde. Ich versuche Christina(die die Show) nicht mitmacht zu erklären wie alles funktioniert. Vorher hatte ich gedacht ich wäre fähig es zu machen, während des erklärens merke ich. Mamma Mia das kriegst du nicht hin. Christina winkt ab das schafft sie nicht in der kurzen Zeit. Kate sagt Stephen du musst es machen. Meine Rolle wurde halb von Samo und halb von Matthias übernommen(da keiner die Story von Queen versteht funktioniert das) und ich sitze da, hinter dem Pc, dem Mischpult und dem Lichtregler.

Durchatmen, is zumindest ne Erfahrung.

Bisschen rumgespielt und gemerkt Danilo kritisieren ist einfacher als Danilos Job machen. Naja egal jetzt wird’s durchgezogen. Eine Stunde später: Den gästen hats gefallen, Die show war unter diesen Umständen akzeptabel und alle sind glücklich.

In 5 Stunden bin ich in Berlin, ein wunderbares Gefühl. Der beste Moment um Heimweh zu bekommen ist jetzt. Jetzt schlägt es nämlich um in Vorfreude. Ich freue mich alle meine Freunde und Familie wieder in den Armen zu halten mit ihne zu reden, zu lachen und zu scherzen. Ich freue mich darauf von meinen Erlebnissen zu erzählen ohne Fassade, ohne Distanz, die bei Gästen immer da ist man aber versucht – meist erfolgreich – nie zu zeigen. Es ist schon ein komischer Job, ein Job in dem das äußere Erscheinungsbild an erster Stelle steht, Jeder kennt dich jeder sieht wenn sich dein Mundwinkel nur ein bisschen nach unten kehrt oder wenn dein „BOOOCCCCCIAAAAAA“ Ruf nicht ganz überzeugend ist. Man ist den ganzen Tag ein Schauspieler und das Hotel ist deine Bühne. Wieder eine tolle Erfahrung und es macht total viel spaß aber man sehnt sich dann irgendwann nach einer Woche Entspannung. Und diese bekomme ich jetzt: Perfektes Timing.
Ich weiß auch jetzt schon dass ich mich freue in einer Woche wieder zurückzugehen. Ich habe meine Kollegen schon ins Herz geschlossen wir sind ne tolle Truppe haben ne schöne Zeit zusammen und ich hätte nicht gedacht – höchstens gehofft – dass mein Fazit nach 3 Monaten so positiv sein wird.

Es ist ein tolles gefühl keine Zeit zu haben, Jede Sekunde intensiv zu nutzen fast immer zu wissen was danach kommt. Nicht einmal habe ich mich in diesen 3 Monaten gefragt :“mhh was mach ich denn jetzt?“ Keine Sekunde beim Computerspielen vergeudet. Keinen Tag aufgewacht ohne zu wissen was man den Tag über macht, Jede Nacht gedacht eigentlich müsstest du schlafen aber du verpasst so viel wenn du jetzt schlafen gehst :“Andiamo a discoteca“ (Auf geht’s zur Disco)

Natürlich gab es Tage, da hatte ich keine Lust auf Boccia oder Abende wo man echt keine Lust auf Karaoke und Stimmung machen hat. Aber trotzdem schafft man es dann nach 2 Monaten Animateurerfahrung die Unlust wegzulächeln. Jetzt freue ich mich aber sehr meine Freunde und meine Familie zu sehen und denke, dass ich mit ihnen eine schöne Zeit verbringen werde. Und danach geht’s nochmal nach Kalabrien für weitere 2 Monate Animateurdasein!!